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Gegen Ricky und die Sunkings

Gegen Ricky und die Sunkings

Wenn der noch sieglose 1. FC Kaiserslautern am Samstag (19.30 Uhr/Stadtgartenhalle) bei den Sunkings Saarlouis antritt, sind die Rollen vom Papier her klar verteilt. Eine knappe Niederlage bei der offensivstarken Mannschaft um Dauerbrenner Ricky Easterling wäre bereits ein Achtungserfolg.

Nach zwei Spieltagen stehen die Roten Teufel schon wieder dort, wo sie bereits beim coronabedingten Abbruch der letzten Saison standen, ganz unten. Keine Mannschaft hat im Schnitt bislang weniger Punkte erzielt als der FCK (59). Selbst der ebenfalls noch sieglose Aufsteiger VfL Bensheim schneidet in dieser Kategorie mit 87 Zählern pro Spiel deutlich besser ab.

Saarlouis schenkte seinen Gegnern in den ersten drei Spielen jeweils mindestens 100 Punkte ein. Dass spektakuläre Offensivfeuerwerke dennoch keine Garantie für Siege sind, bekam der ehemalige Zweitligist zuletzt bei Liganeuling TSG Reutlingen zu spüren, wo es nach zwei erdrutschartigen Siegen in Folge eine knappe Niederlage setzte.

Beim 100:103 waren 28 Punkte von Easterling zu wenig, um den dritten Sieg in Folge zu landen. Der gebürtige US-Amerikaner ist nach wie vor der alle überragende Spieler im Team der Saarländer. Der 37-Jährige, für den Saarlouis längst zur zweiten Heimat geworden ist, hat fast seine ganze Karriere bei den Sunkings verbracht und sie bis in die Zweite Basketball-Bundesliga ProB geführt. Nach dem Abstieg verließ er die Sunkings für ein Jahr in Richtung Karlsruhe. Als Kapitän, Schlüsselspieler, Topscorer und Publikumsliebling ist Easterling trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht zu ersetzen. Eine Rückkehr in die Vereinigten Staaten steht für den Modellathleten, der inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, nicht zur Debatte.

Seine Zukunft sieht der ewig junge Dauerbrenner an der Seitenlinie. Ein erster Schritt in diese Richtung erfolgte zu Saisonbeginn mit der Ernennung zum Co-Trainer der Damenmannschaft von Saarlouis, die in der Ersten Bundesliga spielt. So lange der Körper noch mitspielt, will Easterling die Saarländer in der Ersten Regionalliga als Kapitän aufs Feld führen. Ihm zur Seite steht mit Antonio Lang Jr. ein sehr starker US-Amerikaner. Der 25-jährige Absolvent der University of South Florida bringt alle Voraussetzungen mit, um einem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Lang ist trotz seiner Größe (2,01 Meter) sehr beweglich. Er gilt als ausgezeichneter Schütze, was 28,7 Punkte im Schnitt bislang eindrucksvoll belegen.

„Saarlouis ist eine starke Mannschaft. Das wird ein schweres Spiel, sowie alle Spiele in dieser Liga. Ich weiß, dass wir stark genug sind, um den Klassenerhalt zu schaffen. Kevin Croom und Joseph Feraci sind großartige Führungsspieler und gute Mentoren für die Jungs“, findet FCK-Coach Mario Coursey. Während Croom aus der eigenen Jugend stammt und bislang seine gesamte Karriere bei den Roten Teufeln verbracht hat, ist es für Neuzugang Feraci das erste Jahr außerhalb der Vereinigten Staaten. Der US-Amerikaner kann auf eine vierjährige Collegekarriere verweisen und bringt daher jede Menge Erfahrung mit. Die soll der 1,80 Meter große Aufbauspieler nun an die jungen Wilden wie Manuel De Sousa und Daniele Minguillon weitergeben.

©Quelle: Die Rheinpfalz, 08.10.2021, Karsten Kalbheim

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